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GLORIA DE OLIVEIRA FKA LOVESPELLS
After attending drama school in London and working as an actor for the stage, film and radio, Gloria Endres de Oliveira has been studying Fine Art at the HFBK Hamburg and thus been entrenched in the local alternative music scene since 2015, photographing artists such as KRAKOW LOVES ADANA and ILGEN-NUR, directing music videos for the ONE MOTHER label/collective and performing at one of the popular POSSY parties. In 2017, she started to release tracks under the nom-de-plume lovespells - the self-directed music video for the first single ALLEGIANCE, inspired by teenage witches and found footage horror films, premiered on SABAT Magazine. The single was followed by the 5-track ep "LUA AZUL" (Blue Moon in her native Portuguese), a Dark Wave/Synth Pop confection created in collaboration with the electronic music producer Spampoets. Gloria, who has been writing music since childhood, when she dreamt of being an opera singer, will be releasing a full-length album titled AN ANGEL FOR SATAN under her birth name in late 2018.

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Schnipo Schranke
Wir haben wirklich Glück mit Schnipo Schranke. Dass in einer Zeit, in der alles Gestörte, Neurotische entweder zu riesigen Funmonstern aufgeblasen oder unter den Teppich gekehrt wird, plötzlich diese beiden Songwriterinnen um die Ecke gekommen sind. Als das Debüt von Daniela Reis und Fritzi Ernst alias Schnipo Schranke herauskam, war man irgendwie irritiert bis begeistert: Dass diese beiden jungen Frauen so derbe Sachen zu so entzückenden Melodien singen ("…warum schmeckt´s wenn ich dich küsse, untenrum nach Pisse?"). Singer/Songwriter" im deutschen Kontext, da denken wir alle an Männer mit Bart und Hut, die Stadien füllen, in dem sie sentimental von Heimat oder Früher singen. Aber Früher und Heimat sind nicht sentimental und Liebe ist nicht dieses Schmusegefühl. Heimat sind auch die Schatten der Vergangenheit und Liebe ist auch einsam auf dem Baum sitzen und warten, bis du endlich mal lüftest. Fassungslos dem Tod ins Gesicht schauen. Von all dem handeln die Songs von Schnipo Schranke. Dass man durch Pipi, Sperma und Eiter reiten muss, es geht ums Sich-Aushalten-Müssen, ums Eingeliefertwerden, um Dope, auf Tour sein, down sein, eine von den Geilen sein. Das haben die Schnipos längst geschafft, 2 Alben und unzählige Konzerte später, sind sie die geilsten Performerinnen und Anführerinnen der Joggingpantsgang. Ja, man.

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Stefanie Sargnagel
"Stefanie Sargnagel ist die wichtigste österreichische Autorin des 21. Jahrhunderts." - VICE Das schrieb VICE Alps bereits Ende 2013; damals war Sargnagels Debütwerk Binge Living erschienen und wurde zum Überraschungsbestseller des österreichischen Buch-Weihnachtsgeschäfts 2013. Zahlreiche österreichische Medien hievten das Buch in ihre Jahresbestenlisten, die Hörer des Jugendsenders fm4 wählten das Buch gar zum Buch des Jahres. Von Feuilleton und Hipster- Blogs gleichermaßen gehypet waren die ersten Auflagen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Mit dem Ende 2015 veröffentlichten Zweitling Fitness, gelang nun auch der Sprung nach Deutschland; das Rezept ist dasselbe wie bei Binge Living: Facebook-Statuse, irrwitzige Reportagen und Illustrationen (Sargnagel studiert Malerei bei Daniel Richter an der Akademie der bildenden Künste) werden zu einem gewaltige Sogkraft entwickelnden Stream of Consciousness verdichtet, der mit schonungslosem Stakkato entlarvt was in Steffis Augen verlogen, fake, unzulänglich oder einfach auch nur saukomisch ist. Gleichzeitig wurde Sargnagel rund um die Veröffentlichung von Fitness auch zu einer Art linker Gallionsfigur; ihre Battles und Beefs auf Facebook mit/gegen rechtsextreme und/oder FPÖ brachten ihr Heldenstatus und sind beinah genauso legendär wie Ihre Bücher. "Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv." - TAZ "Man könnte vielleicht sogar sagen, dass sie mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch "Abfall für alle" die erste deutschsprachige Autorin ist, die im Netz die Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt, die als Literatur funktioniert." - Süddeutsche Zeitung "Die Einträge wirken jedes Mal wie hingerotzt, sind sie vielleicht auch – und trotzdem sitzen die Worte und jedes nicht vorhandene Satzzeichen perfekt." - DIE ZEIT Stefanie Sargnagel schreibt radikal subjektiv und sehr weise über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, über Aussichtslosigkeit und Depression. Sie gibt sich wortkarg, gerät aber doch immer wieder ins Erzählen, zeichnet zwischendurch auch mal was, sprengt alle Genregrenzen und erreicht auf nie betretenen Pfaden etwas, das man nicht Roman nennen muss, um davon gefesselt zu sein. Das ist oft zum Brüllen komisch und manchmal tragisch. Stefanie Sargnagel, geb. 1986, studierte in der von Daniel Richter angeleiteten Klasse der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Call-Center, denn: «Immer wenn mein Professor Daniel Richter auf Kunststudentenpartys auftaucht, verhalten sich plötzlich alle so, als würde Gott zu seinen Jüngern sprechen. Ich weiß nie, wie ich damit umgehen soll, weil ich ja Gott bin.» 2016 erhielt sie den BKS-Bank-Publikumspreis beim Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis. Im Juli 2017 ist ihr neues Buch "Statusmeldungen" bei Rowohlt erschienen.

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PREACH und NATASCHA P.
Ein mal dran geleckt, hat geschmeckt, den Geschmack vergisst du nicht. So oder so ähnlich geht’s einem, wenn Preach und Natascha P. vom Hamburger Musikkollektiv One Mother ihre Musik servieren, die mit einer großen Portion Attitüde daher kommt. Ihre Texte sind deep, ihre Beats süß oder direkt auf die Fresse. In ihrem Sound zwischen RnB, Pop und HipHop möchten sie neue diasporische Narrative schaffen aber vor allem Raum einnehmen in einer Musiklandschaft, die zwei Musikerinnen mit klarer Agenda bitter nötig hat.
Sookee
Sookee ist Rapperin und Feministin, politisch und in Partylaune, kämpferisch und harmoniebedürftig. Widersprüche sind eine ihrer leichtesten Übungen, wie sich auf 6 Solo-Releases und dutzenden Kollabos nachhören lässt. Sookee lebt in Berlin und streut von dort aus Idealismus und kritische Analysen auf internationale Bühnen, Podien, Squats, Feuilletons und in die Biographien vieler Menschen.

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Derya Yildirim
Die Hamburger Sängerin und Multiinstrumentalistin Derya Yildirim widmet sich für ihr Solo-Set noch stärker dem anatolischen Folk. Mit der türkischen Laute "Bağlama" und ihrer vielschichtig resonierenden Stimme zieht sie die Zuhörer in die Welt der melancholischen Klänge. Sie agiert in verschiedensten Konstellationen und Projekten wie zum Beispiel der international besetzten turkisch-psychedelischen Volksmusik Band: Derya Yildirim & Grup Şimşek". Im März letzten Jahres brachten sie ihre erste EP "Nem Kaldı" heraus; eine Kombination aus türkischer Volksmusik mit modernen psychedelischen Rock, Jazz und Funk Elementen.

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Saskya
Das Trio Saskya steht für modernen Sound, Innovation, Eigenständigkeit und Farbenreichtum. Die Musikerinnen Clara Haberkamp (Klavier, Gesang) Anna-Lena Schnabel (Saxophon, Flöte) Lisa Wulff (Kontrabass, e-Bass, Gesang), allesamt noch in den Zwanzigern, verfügen über enorme musikalische Reife und Bühnenerfahrung. Sie überzeugen mit innovativen Klängen, subtilen Grooves und starken Melodien. Ihre unterschiedlichen Charaktere und Stilistiken fügen sich zu einem variationsreiches Klangbild zusammen, das auch ohne Schlagzeug klare Konturen und gleichzeitig ein hohes Maß an Freiheit aufzeigt. Der unkonventionelle Einsatz der Stimmen von Clara Haberkamp und Lisa Wulff, kombiniert mit dem unverwechselbaren Ton Anna-Lena Schnabels auf dem Saxophon, lässt eine vielschichtige Soundästhetik entstehen. Sie sind als Bandleaderinnen mit ihren jeweiligen Projekten für den Echo Jazz nominiert. Mit Saskya wirken sie nun erstmalig in einem Kollektiv, dessen Essenz die Gesamtheit dreier Strömungen deutlich macht. Die drei Musikerinnen, die sich im Bundesjazzorchester und in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg kennengelernt haben, tauchen mit diesem Trio in eine Klangwelt ein, die für die Interpretinnen und das Publikum gleichermaßen ein Erlebnis mit offenem Ziel bedeutet.

Anna-Lena Schnabel - Lisa Wulff - Clara Haberkamp

Ebow
Komplexität ist das neue Album der Wahlwienerin Rapperin Ebow. Komplexität deshalb, weil das Wort den Status Quo unserer Gegenwart beschreibt und Ebow diese in Worte fassen will. Komplexität aber auch, weil das Album einen Bogen spannen will von sozialkritischem Rap (Asyl, Baba Bak) über intime Reflektionen (Das Wetter, Vogel & Meer) bis hin zu Club-Bangern (Ghetto Rave, Bad Lan). Um dieser Vielfalt in Inhalt und Sound Rechnung zu tragen, hat Ebow mit einer Vielzahl an Produzenten zusammengearbeitet: Nik Le Clap, mit dem sie schon seit ihren musikalischen Anfängen arbeitet, Pennedhaus, der auch auf der aktuellen Single Paradise gefeatured ist, Walter P99 Arke$tra, mit dem sie auch ihr anderes Musikprojekt Gaddafi Gals macht, außerdem ZinoBeatz und Rafael Alvarez. Dabei wird Komplexität gerade durch die Verschiedenartigkeit der Songs zusammengehalten. Ebows Style reicht dabei von Old School Rap bis hin zu Future R’n’B. Erstmals Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte Ebow durch Guerilla- Auftritte im Münchner Bahnhofsviertel, unter anderem in Waschsalons, Supermärkten oder der Straßenbahn. Auf die ersten Reaktionen der Presse (SZ, BR etc.) folgten zahlreiche Liveauftritte auf konventionelleren Bühnen. Mit dem selbstproduzierten halbstündigen Video-Mixtape Habibi’s Liebe und Kriege verortete sich Ebow zwischen Hip Hop und orientalischen Klängen und verpackte soziale Realität in angriffslustige Texte, die von Geschlechterrollen in der türkischen Community, falschen Patriotismus bis zu Waffenhandel reichen.

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MS BANKS
A 22-year-old, multi-Award winning artist, from South London, Ms banks stands for female empowerment & individuality. Encouraging women everywhere to be themselves no matter what they’ve been through or what society expects of them. This is reflected in her music where her wordplay, energy and lyrics are small insightful windows to her own experience. Currently headlining shows all over Europe selling out her first Headline shows in London whilst launching her EP ‘New Chapter’. She has a wide range of artist fans far and wide who regularly invite her to support, including artists like Big Narstie on his BDL UK tour and American Rap group ‘Migos’ on their UK Dab Tour. As the only Female rapper to feature on Tinie Tempah’s "Junk Food” Mixtape with the song ‘Been The Man’ Featuring UK Heavyweights (JME & Stormzy), Ms Banks is capturing the ears of the nation. Aided by the support from BBC Radio1 Xtra as well as numerous local and national radio stations, her amazing ‘FIRE IN THE BOOTH’ is still making a major impact on the music scene. This young artist has already achieved so much and is set to do more great things… the exciting bit is her best is yet to come!

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Klitclique
Is it Art? Is it Music? KLITCLIQUE ist Wiens Antwort auf traurige Boys. Niemand nahm sie auf - weil sie nicht aufnehmen wollten, sondern lieber die Kunstwelt, Streetart und verschiedene Freestyle Battles disrupted haben. Jetzt Aber! Mit dem DIY Release ihrer ersten Single und Video "D€R F€MINI$T" verließen G-udit und $chwanger den Wiener Untergrunzsound, zerstörten am Weg den Pariser Genie Penis - "Chérie je suis un Genie" - und haben die Autorin Stefanie Sargnagel im Herbst 2017 auf ihrer Deutschlandtour supported -"Inge Borg 50K". Rap ist kein Loch sondern irgendwas anderes das dich berührt. Scheiss auf d1 Gallerist "D1G IRGENDWA$" deine Mutter ist unser Booker. Auf trappigen Beats würdigen Sie die museumslose Malfürstin Maria Lassnig und featuren Performance Superstar Florentina Holzinger für noch angsteinflößendere Bühnenpräsenz.

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Margarete Stokowski
Margarete Stokowski, 1986 in Polen geboren, hat Philosophie und Sozialwissenschaften studiert und schreibt als freie Autorin u.a. eine Spiegel-Online-Kolumne. 2016 erschien ihr Sachbuch "Untenrum frei".

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Catnapp
Catnapp is the guise of Argentinian artist Amparo Battaglia. Doing her very own thing since many years, the Berlin based producer, singer/rapper and striking performer has already (self-)released a couple of records full of boundless creativity and originality, taking whatever she needs from every electronic genre as well as pop and rap music. Amparo cites classic influences like The Prodigy, Aphex Twin, OutKast or Beyoncé, while her productions also draw from today’s post-internet and post-rap sounds. In a recent interview she said about her music: „On the one hand I just want people to enjoy a nice fat beat. On the other I also want them to receive the sensations I’m trying to transmit. Love, sadness, anger. I want them to get inside my story and make it theirs.“ Catnapp’s musical vision is fresh and freewheeling, open-hearted yet confrontational. If she’s too strong, you’re too weak.

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Paula Irmschler
Paula Irmschler wurde 1989 in Dresden geboren, hat in Chemnitz Politikwissenschaft studiert und lebt nun in Köln, wo sie nachts in der Gastro arbeitet und tagsüber für Neues Deutschland, Intro, Musikexpress, Titanic und Facebook über alles, was es auf der Welt so gibt, schreibt.
Einlass: 18.00 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Live:
Sookee
Ms Banks
Ebow
Preach und Natascha P.
Margarete Stokowski + Paula Irmschler
Saskya (feat. Anna Lena Schnabel)

und weitere Künstlerinnen
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Einlass: 18.00 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Live:
Schnipo Schranke
Klitclique
Gloria de Oliveira FKA Lovespells
Stefanie Sargnagel
Derya Yildirim

und weitere Künstlerinnen
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FURTHER* FESTIVAL

Schaut euch mal Festivalplakate (z.B. von Hurricane, Rock am Ring, Dockville, Splash) an, auf denen die ausschließlich männlichen Acts wegretuschiert sind - da bleibt nicht mehr viel!

Der neueste „Spaß“ im Netz lässt selbst das glitzerndste Festivaloutfit grau aussehen: Denn obwohl das prozentuale Aufkommen von weiblichen Acts auf Musikfestivals endlich mehr in den Fokus rückt und an der britischen „Keychange“-Initiative immerhin auch 2 (sic!) deutsche Veranstalter teilnehmen, bleibt noch viel Luft nach oben.

Mit dem Argument „man würde ja nur die (durchweg männlichen) Bands buchen, die die Leute sehen wollen“, machen es sich viele Booker (sic!) sehr einfach.

Natürlich sitzt das Problem weitaus tiefer als im Programmaufbau der (mehrheitlich männlichen) Booker, es ist eine Frage von Nachwuchsförderung, von Selbstverständnis, von Medienarbeit. Ein tiefsitzender Sexismus, der sehr weit unten bzw. sehr früh beginnt und durch die ständige finanzielle Gefahr, in der sich die Branche befindet, nicht gerade easy aufzuheben ist.

Aber von irgendwem und irgendwo muss ja auch mal ein Anfang gemacht werden. Und es gibt eine Menge toller weiblicher* Acts, die sicherlich auch eine Menge nicht nur weibliches* Publikum sehen will!

Nicht mehr und nicht weniger haben wir gedacht, als die Idee des FURTHER* FESTIVALS in unseren Köpfen wuchs. Sicherlich geht es uns darum, ein Zeichen zu setzen und einigen Branchenmenschen eine lange Nase zu zeigen, wichtig ist uns aber auch, einfach ein hervorragendes Festival mit einem hervorragenden Programm zu etablieren. Aus diesem Grund haben wir (vorerst) auf die Ausrichtung eines Konferenzteils verzichtet, wir möchten uns auf ein tolles Musik- und Leseprogramm fokussieren. Und das wird es werden, seht selbst!

Wir präsentieren das erste FURTHER* FESTIVAL in Hamburg: Am 02. und 03. November 2018 im Uebel & Gefährlich und Resonanzraum.

Grafik: Fiona Hinrichs / Prints of Whales Grafik

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